1) Wie würden Sie die Reize des Landkreises Bernkastel-Wittlich beschreiben?
Im Landkre is Bernkastel-Wittlich vereinen sich drei unverwechselbare Landschaften: die Eifel mit ihrer vulkanischen Vergangenheit, das Tal der Mosel mit ihren einzigartigen Rundungen und der Hunsrück mit seinen schier unendlichen Wiesen und Wäldern. Zahlreiche Landschaftsschutz- und Naturschutzgebiete bringen dem Besucher nicht nur Erholung und Ruhe, sondern auch umfassende Eindrücke von der Natur, den landschaftlichen Gegebenheiten und deren Bewohnern.
Im Flächenlandkreis Bernkastel-Wittlich kann man sich ebenso wie in meiner Heimatstadt Wittlich oder meiner Geburtsstadt Bernkastel-Kues wohl fühlen. Der Landkreis bietet sich an für entspannende Stunden der Naherholung mit allerlei sportlichen, kulturellen und kulinarischen Aktivitäten und großem Entspannungspotential.
Eifel, Mosel, Hunsrück bieten neben vielfätigen Erholungsmöglichkeiten auch viele Möglichkeiten seine Freizeit aktiv zu gestalten, z.B. mit Schwimmen, Radfahren, Wandern, Reiten oder Wintersportaktivitäten. Zahlreiche Ausflugsziele gilt es zu entdecken: Burgen und Schlösser, Klöster und Kirchen, abwechslungsreiche Museen, Bauten aus der Römerzeit, Flusslandschaften, Hochflächen, Waldgebiete und der höchsten Berg in Rheinland Pfalz, der Erbeskopf. Bei al le dem kommen kulturelle Aspekte im Landkreis Bernkastel-Wittlich nicht zu kurz. Neben dem Mosel Musikfestival sowie sonstigen Musikevents und sonstigen künstlerischen Veranstaltungen, gibt es viele Volks- und Weinfeste sowie Heimat- und dem Brauchtum gewidmete Veranstaltungen, die zum geselligen Beisammensein einladen, in einer Region die mit die beste Luftqualität in Deutschland zu bieten hat.
In einer Landschaft die mit der Mosel (zusammen mit Saar und Ruwer) das größte Rieslinganbaugebiet der Welt beherbergt und in Eifel und Hunsrück auch vielen landwirtschaftlichen Betrieben eine Heimat bietet, versteht es sich von selbst, dass kulinarische Aspekte nicht zu kurz kommen. Nicht ohne Grund wissen viele Besucher die gastfreundliche Art, in Verbindung mit der gewachsenen Kulturlandschaft und den regionalen Spezialitäten zu schätzen und kommen Jahr für Jahr in unseren Landkreis zu Besuch - der meine Heimat ist.
2) Was hat sich im Landkreis Bernkastel-Wittlich in der Vergangenheit positiv entwickelt?
Es ist gelungen die einzigartigen Landschaften, die Traditionen und Alleinstellungsmerkmale der Region in ihrer Substanz zu erhalten und sicherzustellen, dass der Lebens- und Erholungswert für die Bürger und Besucher nicht gefährdet wird. In unserem Landkreis werden weiche Faktoren, die das Lebensgefühl und das „sich wohlfühlen" sicherstellen, bewahrt und gefördert!
Mit 45 Grundsch ulen, fünf Hauptschulen, fünf Realschulen, vier Gymnasien, drei Regionale Schulen, einer Dualen Oberschule zwei Berufsschulzentren und einem Überbetrieblichen Ausbildungszentrum bietet unser Landkreis ein umfassendes Bildungsangebot für seine Kinder und Jugendlichen. Investitionen in die kommenden Generationen werden groß geschrieben!
Kultur und Freizeit haben ihren Stellenwert in unserem Landkreis und eine Vielfalt an Angeboten hat sich - trotz aller strukturellen und finanziellen Probleme - erhalten und konnte stellenweise ausgebaut werden. Nicht nur unser Landkreis hat etwas zu bieten, sondern es wird auch viel in ihm geboten!
Der Strukturwandel in Deutschland ist auch an unserem Landkreis nicht vorbei gegangen. Waren in unserer ländlichen Region früher Landwirtschaft und Weinbau Erwerbsquelle Nummer, so werden heute in auch Industrie, Tourisimus, Handel und Handwerk eine Vielzahl von attraktiven Arbeitsplätzen für alle Bildungsschichten angeboten. Leben und Arbeiten in unserem Landkreis ist möglich, unabhängig vom Grad der Ausbildung!
Die drei Krankenhäuser und das gut ausgebildete medizinische Personal in unserem Landkreis stellen eine zeitgemäße und umfassende Versorgung der Bevölkerung sicher. Fitness und Sport, ausgewogene und gesunde Ernährung, gutes Wasser und saubere Luft; alles dass ist in unserem Landkreis in rauen Mengen möglich, verfügbar und vorhanden. Gesund bleiben oder gesund werden - beides ist in unseren Landkreis umfassend sichergestellt!
Unsere Gesellschaft wird immer älter. Ältere Menschen leben länger und Kinder gibt es immer weniger. Auch unser Landkreis kann sich dem nicht entziehen. Neben attraktiven Angeboten der Freizeitgestaltung auch im Alter, gibt es eine Vielzahl an mobilen und stationären Betreuungs- und Pflegeeinrichtungen. Senioren werden bei uns nicht an den Rand gedrängt, sondern wir alle - Jung und Alt - leben miteinander in unserem Landkreis Bernkastel-Wittlich!
3) Wo sehen Sie noch Handlungsbedarf für die Zukunft?
Unsere Zukunft beginnt vor Ort, so lautet das Wahlkampfmotto der CDU Bernkastel-Wittlich. In der Kommunalpolitik darf es in wichtigen Bereichen - trotz immer knapper werdender finanzieller Mittel - keinen Stillstand geben. Die Bürger an der Mosel, in der Eifel und im Hunsrück wollen und müssen wohnortnah Arbeit und Einkommen finden. Und wir wollen, dass der Landkreis Bernkastel-Wittlich der familienfreundlichste in Rheinland- Pfalz bleibt und die Auszeichnung als mittelstandsfreundliche Kommune in 2008 auch für die weitere Arbeit Ansporn ist.
Kommunalpolitik muss immer wieder neu gedacht und den Bedürfnissen der Menschen angepasst werden. Die Gesellschaft verändert sich und mit ihr auch die Kommunalpolitik. Neues Denken und Handeln stehen auf der Tagesordnung. Sie setzen auch einen neuen Dialog, ein neues Kümmern voraus. Neues Kümmern in einer Zeit, in der wir neben dem demografischen Wandel auch große Herausforderungen in der Bildung, in der Wirtschaft, in den Familien sowie in unseren Städten und Dörfern meistern müssen. Dabei reichen die Herausforderungen in unserem unmittelbaren Lebensumfeld von Älter werden, über Barrierefreiheit, Energieeinsparung, Energieeffizienz, erneuerbare Energien, neue Wohnformen bis hin zu Zusammenhalt und Solidarität in der Gesellschaft.
Das menschliche Miteinander in unseren Städten und Dörfern ist das Fundament einer erfolgreichen Kommunalpolitik, einer nachhaltigen Stadt- und Dorfentwicklung.
Lassen Sie mich drei Beispiele nennen, um konkreten Handlungsbedarf deutlich zu machen:
1) Die erfolgreiche Wirtschaftsförderung im Kreis Bernkastel soll konsequent fortgesetzt und mit langem Atem weiter ausgebaut werden. Im Rahmen der landesplanerischen Vorgaben soll die Entwicklung der landesweit bedeutsamen Industrie- und Gewerbestandorte (Wittlich, HuMos Morbach, Industriepark Region Trier) sowie der 12 Standorte mit regionaler Bedeutung weitergeführt werden. Dazu dienen auch die exzellente Wirtschaftsförderung der Kreisverwaltung und verschiedene Zweckver-bände zur Entwicklung und Vermarktung von Gewerbeflächen. Wir sehen eine nachfrageorientierte und interkommunale Ausweisung von Gewerbe- und Industrieflächen als zentralen Bestandteil der Hilfe für bestehende und neue Unternehmen an.
Speziell Existenzgründer und junge Unternehmer soll wie bisher eine gute und umfassende Beratung zuteil werden. Der Ausbau und der Einsatz neuer Technologien und das Dienstleistungsgew erbe müssen gefördert werden. Das Angebot an Teilzeitarbeitsplätzen ist zu erweitern. Dabei muss dem Gesichtspunkt der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein noch stärkeres Gewicht beigemessen werden.
2) Das Kreisstraßenbauprogramms muss konsequent und zügig fortgesetzt werden. Alle Politiker unserer Region die in Land Bund und Europa für unsere Interessen arbeiten sind aufgefordert, sich intensiv dafür einzusetzen, dass Bund und Land darauf ihre Hausaufgaben machen. Die wichtigen Verkehrsachsen in unserer Region sind in funktionsfähigem Zustand zu unterhalten und den Verkehrserfordernissen entsprechend aus- und neu zu bauen. Als zwei auch überregional sehr bedeutsame Projekte stechen dabei der Lückenschluss der A1 und B50 neu mit Hochmoselübergang hervor.
Während der Lückenschluss der A 1 von Tondorf bis zur A 48 bei Mehren eine erhebliche Verbesserung der Erreichbarkeit der Hauptabsatzgebiete in Nordrhein Westfalen und eine unterbrechensfreie Autobahnverbindung von Lübeck bis Spanien ermöglichen würde, bietet die anstehende Realisierung der A60/B 50 neu bis zur A 61 bei Rheinböllen den Brückenschlag von der Eifel in den Hunsrück und das Rhein-Main-Gebiet sowie umgekehrt eine wichtige Anbindung an die Häfen Amsterdam, Rotterdam und Antwerpen. Damit ergeben sich, mit dem dann vorhandenen Autobahnkreuz bei Wittlich, weitere hervorragende Entwicklungschancen für den gesamten Landkreis, zu denen auch die überaus positive Entwicklung des Flughafens Frankfurt-Hahn auf dem Hunsrück im Hinblick auf Fluggäste, Arbeitskräfte und Tourismus beitragen wird.
3) Gute Schulen und Ausbildungsplätze, sowie eine flexible, der familiären Situation angepasste Kinderbetreuung, sind das beste Kapital für die Zukunft unserer Heimat. Sie sichern den Wirtschaftsstandort Landkreis Bernkastel-Wittlich.
Der Landkreis ist aktuell Schulträger von 14 Schulen: 3 Förderschulen, 2 Berufsbildenden Schulen, 5 Realschulen und 4 Gymnasien.
Wie auch in den umfangreichen Beratungen zur Schulentwicklungsplanung immer wieder betont wurde, muss ein Ganztagsschulangebot bei allen Schularten für die Chancengleichheit für alle Schülerinnen und Schüler sorgen. Der Elternwille ist dabei besonders zu berücksichtigen.
Aufbauend auf dem Kreis-Sonderkonjunkturprogramm im Bereich Schulen, mit einem Investitions- und Sanierungsvolumen von 26 Mio. Euro, wurde ein erweitertes Schulsanierungsprogramm und Kindertagesstättensanierungsprogramm im Rahmen des Konjunkturpaketes II vorgelegt. Die Bildung muss auch in Zukunft im Landkreis Vorfahrt haben.
Abschließend ein Wo rt an die Besucher dieser Internet-Seiten. Gerade in der heutigen Zeit ist der für selbstverantwortliche Bürger, der sich zugleich für das Gemeinwohl zuständig fühlt wichtig. Er muss in der politischen Diskussion wieder vorkommen. Wir brauchen einen offenen, bürgerlichen Diskurs miteinander. Nicht zum Selbstzweck, sondern um Meinungen auszutauschen, Positionen zu beziehen und klare Alternativen zu formulieren.
Hier sollen Sie die Möglichkeit haben, mit mir über dies und über viele andere Dinge, die das Leben lebenswert machen zu sprechen, zu diskutieren und zu streiten. Jedenfalls lade ich Sie herzlich dazu ein!
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